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Der Jenaer Tafel e.V.

 

 

 

 

 

 

 

Geschichte

Die Jenaer Tafel ist ein privater gemeinnützig anerkannter Verein. Aufgrund der großen Arbeitslosigkeit, die nach der Wende in Ostdeutschland entstand, gründeten im März 1995 private engagierte Bürger in Jena die erste Tafel in Ostdeutschland.  Die Anregung dazu gaben die Tafelgründungen in Hamburg und Berlin.

Unter primitiven Verhältnissen wurden die Lebensmittel, die mehrere Firmen und Geschäfte gespendet hatten, vom Auto aus auf einem Tapezierbrett am Saalbahnhof an die Bedürftigen ausgegeben. Später gab es dann eine Ausgabestelle in der Theo-Neubauer-Straße. Anfang des Jahres 1997 wurde das seit Jahren leer stehende Gebäude neben dem Sportwissenschaftlichen Institut der Friedrich-Schiller-Universität in Seidelstraße 21 vom Treuhand-Liegenschaftsamt gemietet. Mit Hilfe von ABM-Kräften und viel ehrenamtlichem Engagement wurde das Haus von Grund auf renoviert und konnte in Juni 1997 mit einer gesponserten Großkücheneinrichtung und Tafelstube eröffnet werden. Als die Treuhand-Nachfolge-Gesellschaft im Jahr 2003 das Anwesen versteigern wollte, konnte der „Jenaer Tafel-Verein“ auf Grund einer Spendenaktion in Bayern das Tafelhaus mit Grundstück als Eigentum erwerben.

Am 6. Juli 2011 konnte die Jenaer Tafel nach 12-monatiger Renovierungs- und Umbauphase das neue Tafelhaus in Lobeda-West, Werner-Seelenbinder-Straße 26, eröffnen. Die Jenaer Tafel bedankt sich bei allen beteiligten Gewerken, Sponsoren und ehrenamtlichen Mitarbeitern, die uns bei der Umgestaltung des neuen Tafelhauses durch Sach- und Geldleistungen sowie durch „Muskeleinsatz“ tatkräftig unterstützt haben.

Heute ist das Tafelhaus in Jena nicht mehr wegzudenken. Zurzeit können ca. 1.000 Personen wöchentlich einmal mit Lebensmitteln unterstütz werden.

Räumliche Möglichkeiten

Es wurde eine Begegnungsstätte im Grünen geschaffen, die eine große räumliche Erweiterung darstellt und den Bedürftigen ermöglicht, ihren Platz in der Gesellschaft unter würdigen Bedingungen selbst zu gestalten.
Durch diesen geänderten Standort kann in viel größerem Umfang den Bedürftigen in Jena geholfen werden, zumal ein großer Teil dieser Bürger in Lobeda wohnt und den Weg zur Tafel zu Fuß bewältigen kann.

Im neuen Tafelhaus werden vor allem auch die hygienischen Bedingungen sowohl für die Sortierung und Ausgabe der Lebensmittel wie auch für die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Jenaer Tafel wesentlich verbessert. Die Textilien und kleineren Gegenstände des täglichen Bedarfs können in den größeren Räumen besser sortiert und übersichtlicher angeboten werden.
Die großräumige Tafelstube bietet eine gute Möglichkeit, noch mehr bedürftigen Personen Frühstück, Mittagessen und Kaffeetrinken anzubieten. Es besteht auch die Möglichkeit Tafelstube für Private Feierlichkeiten zu Nutzen.
Dies ermöglicht uns jetzt auch, über den Kreis der Tafelpassinhaber hinaus auch allen Besitzern eines Jenapasses, unsere Angebote der Tafelstube und der Kleiderkammer zu nutzen.


Bedeutung der Jenaer Tafel

Aufgrundder arbeitsmarktpolitischen Veränderungen nehmen immer mehr in Not geratene Menschen die Angebote und Hilfeleistungen der Jenaer Tafel in Anspruch. Im Jahr der Einführung von Hartz IV stieg die Zahl der Bedürftigen um ca. 500 Personen, Tendenz steigend.

Durch die Tafelstube, die täglich geöffnet ist, ist die Jenaer Tafel eine Tagesaufenthaltstätte, wo Bedürftige außer Lebensmitteln und Textilien auch Rat und Hilfe bekommen.

Bedürftige werden in verschiedene Arbeitsabläufe des Tafelhauses mit einbezogen. Dadurch wird ihnen vermittelt, dass sie trotz Arbeitslosigkeit gebraucht werden und einen wichtigen Beitrag zur Linderung der in Not geratene Menschen mit niedrigem Einkommen leisten.

Der regelmäßige Arbeitsrhythmus und die Sozialkontakte tragen auch dazu bei, günstige Voraussetzungen zu Schaffen, dass wenigstens einige Personen wieder eine Chance bekommen, eine bezahlte Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden.

Die Jenaer Tafel unterstützt mit ihren verschiedenen Angeboten die  sozialen Leistungen der Stadt Jena und ist als feste verlässliche Einrichtung für die Kommune nicht mehr wegzudenken.

 

Finanzielle Mittel

Die Jenaer Tafel finanziert sich überwiegend aus Spenden. Supermärkte, Lebensmittelhändler und Bäckereien stellen Lebensmittel zur Verfügung, die am Ende des Tages übrig bleiben. Auf Wunsch können dafür Zuwendungsbescheinigungen ausgestellt werden.
Neben festen Sponsoren, die regelmäßig Lebensmittel zur Verfügung stellen, gibt es auch Geschäfte und private Personen, die gelegentlich anrufen, wenn sie etwas abzugeben haben.


Um dieses erweiterte Angebot des „Tafelhauses“ realisieren zu können, bitten wir auch weiterhin um Ihre Hilfe. Sie können die Arbeit der Jenaer Tafel vielfältig unterstützen:

  • in dem Sie Mitglied des Jenaer Tafel-Vereins werden
  • ehrenamtlich mitarbeiten in den verschiedenen Bereichen: Sortierung und Ausgabe der Lebensmittel wie auch der Textilien
  • Dienste als Kraftfahrer und Beifahrer übernehmen
  • Servieren in der Tafelstube und als Küchenhilfe
  • Übernahme von Reinigungsarbeiten
  • finanzielle Spenden


Drei Fahrzeuge holen die angebotenen Waren ab, die an fünf Werktagen in der Woche an Bedürftige weitergegeben werden.
Zur Zeit können wöchentlich für ungefähr 1.000 Personen Lebensmittel weitergegeben werden. Die Tafel bemüht sich, möglichst viele Menschen zu unterstützen, sie kann aber nicht alle Wünsche erfüllen.
Darüber hinaus bietet die Jenaer Tafel in ihrem Gästeraum, der Tafelstube, täglich drei Mahlzeiten gegen eine geringe Spende an. Jeder noch so kleine Verzehr unterstützt die Tafel. Dadurch ist die Tafelstube für Bedürftige und Interessierte ein geeigneter Treffpunkt und eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit sozialen Nöten. Es ist immer jemand anwesend, der ein offenes Ohr hat.

Die anfallenden Arbeiten werden überwiegend von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern übernommen. Zur Unterstützung arbeiten auch einige Kräfte mit, die von der Agentur für Arbeit und Jenarbeit gefördert werden. Zu tun gibt es genug - beim Einsammeln, Sortieren und Austeilen der Lebensmittel und gebrauchten Textilien, Bedienung in der Tafelstube als auch im Büro. Menschen aus allen Bevölkerungsschichten, die sich Zeit nehmen für andere, sind herzlich willkommen. Auch Kfz-Mechaniker, Handwerker, Computerfachleute und Unternehmer unterstützen das Tafelhaus mit ihren Erfahrungen und Fachkenntnissen.

Sie versorgt regelmäßig etwa 1.000 bedürftige Menschen, gibt ihnen Brot und Selbstachtung. In Jena gibt es rund 10.000 Bedürftige. Davon sind ca.5.000 betroffen von Hartz-IV. Obdachlosigkeit, Krankheit, geringe Renten, Niedriglöhne und Jugendarbeitslosigkeit sind weitere Ursachen der Armut.


Die Jenaer Tafel ist Mitglied im Bundesverband Deutsche Tafel e.V. und im Landesverband der Thüringer Tafeln

 

Öffnungszeiten

der Geschäftsstelle:
Montag - Freitag
09.30 bis 12.00 Uhr
13.00 bis 15.00 Uhr

der Tafelstube:
Montag
08.00 bis 14.00 Uhr
Dienstag - Freitag
08.00 bis 16.00 Uhr

der Kleiderkammer:
Montag - Freitag
10.30 bis 15.30 Uhr

Spendenannahme:
Montag - Freitag
8.00 bis 15.30 Uhr

Spendenkonto

Unsere Bankverbindung:
Sparkasse Jena
BLZ. 830 530 30
Kto. 10 685
IBAN DE33 8305 3030
         0000 0106 85
BIC HELADEF1JEN