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Neue Nachrichten von der Jenaer Tafel

Tafelhaus

Okt 1, 2013
Kategorie: Tafelhaus
Erstellt von: webmaster

Heute, am 01.10.2013 ging die neue Homepage der Jenaer Tafel online. Das Ziel der neuen Internetpräsenz ist es, mehr Transparenz zu schaffen, indem mehr Informationen über und von der Jenaer Tafel veröffentlicht werden.

Damit geht die neue Website zehn Tage vor dem Tag der offenen Tür 2013 online und wirbt zugleich für viele neugierige Besucher.

Wir freuen uns jederzeit über konstruktive Kritik und Wünsche sowie weitere Anregungen.

Dez 5, 2012
Kategorie: Tafelhaus
Erstellt von: webmaster

Hausverbot für Hans G.:

Neuer Vorstand will Finanzmisere um Jenaer Tafel lösen

neue Vorstand des Tafelhauses: (von links) Vorsitzender und Tafelhausleiter Wilfried Schramm, Beisitzer Jürgen Wambach, Schatzmeister Uwe Schröter, Beisitzer Frank Käthner, stellv. Vorsitzende Radka Markert und der bisherige Vorstandschef Jürgen Bromme, der die neue Mannschaft einarbeitet. Foto: Lutz Prager

 

Ein neuer Vorstand der Jenaer Tafel will die Finanzmisere um das 2011 eröffnete Gebäude in Lobeda lösen. Mutmaßlicher Verursacher ist nun auch Hauptangeklagter in Prozess um Eisenberger Wurstwaren.

Jena. Der erste Beschluss des neuen Vorstandes der Jenaer Tafel ist ein Rauswurf: Dem bereits seit einem Jahr suspendierten Vorstandsmitglied Hans G. wird nun auch die Mitgliedschaft im Verein gekündigt und gleichzeitig ein Hausverbot für die Werner-Seelenbinder-Straße 26 ausgesprochen.

"Das ist die Konsequenz aus der jetzt erst bekannt gewordenen Anklage wegen Betrugs", sagt der soeben gewählte Tafelhauschef Wilfried Schramm. Hans G. war bis 2008 Geschäftsführer der insolventen Eisenberger Wurstwaren (EWU) und hatte mit Scheinrechnungen Banken um 13 Millionen Euro betrogen, so die von G. gegenüber den Ermittlern bereits eingeräumten Vorwürfe. Unsere Zeitung hatte am Sonnabend darüber berichtet.

Nach der Pleite in Eisenberg bot sich der Leipziger, der in den 90er Jahren als Bauträger in seiner Heimatstadt ein Vermögen gemacht hatte, 2009 bei der Jenaer Tafel als Baubeauftragter für den Umbau des ehemaligen Kindergartens in Lobeda-West an. Auch ein Architekturbüro brachte er mit. Der Verein wählte G. in den Vorstand.

"Wir waren froh, dass das mit dem Bau einer macht, der was davon versteht. Wir hatten doch keine Erfahrung", sagt Jürgen Bromme, der sechs Jahre lang den Vorsitz bei der Tafel inne hatte und nicht wieder zur Neuwahl angetreten ist.

Als das Tafelhaus Mitte 2011 in Lobeda öffnete, ermittelte bereits die Staatsanwaltschaft gegen Hans G. und ein weiteres Vorstandsmitglied. Der Verdacht: Beide sollen für die Vergabe von Bauleistungen illegale Provisionen kassiert haben. Eine Baufirma erstattete Anzeige. Die Justiz ermittelt noch immer in diesem Fall.

Die Jenaer Tafel geriet wegen der Vorwürfe gegen die beiden ehemaligen Vorstände in große finanzielle Schwierigkeiten. Rund 700 000 Euro Kredit nahm der Verein für den Umbau auf. "Die Rückzahlung wäre kein Problem gewesen, wenn die zugesagten 300 000 Euro Fördermittel von Bund, Land, und Stadt gekommen wären", sagt Jürgen Bromme. Doch deren Auszahlung stoppte die Stadt mit dem Bekanntwerden der Vorwürfe. Auch einen Antrag der Jenaer Tafel an die Stadt, auf eine Überbrückungszahlung von 60 000 Euro, lehnte der Sozialausschuss ab.

Dieses schwierige Erbe übernahm nun der neue Vorstand, dem ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiter des Tafelhauses angehören. Wilfried Schramm setzt auf weitere Verhandlungen mit der Kommune und mit der Bank, die ebenfalls mit der Stadt als Eigentümerin der in Erbpacht übernommenen Immobilie, verhandeln will. Für den 61-jährigen Außenhandelsökonom gibt es keinen Zweifel: Ohne die Hilfe der Stadt steht am Ende die Insolvenz. Die 300 000 Euro kann der Verein nicht ausgleichen. Die gute Nachricht schiebt Schramm aber gleich hinterher: Die laufenden Geschäfte der Lebensmittelausgabe für bis zu 1050 Jenaer pro Woche sowie den Betrieb der Tafelstube sichert der Verein ab. Da bleibt sogar noch etwas für die Rücklage übrig. Die Nachrichten um die Jenaer Tafel haben der Spenden-freudigkeit nicht geschadet. "Auch wenn wir deutlich mehr Lebensmittelspenden gebrauchen und verarbeiten könnten", sagt Schramm. Etwa die Hälfte der Tafelbesucher sind Menschen mit Migrationshintergrund. "Seit zwei Jahren wächst aber ebenso die Zahl alleinstehender Rentner, die Hilfe brauchen. Die Gruppe wird in den nächsten Jahren stark zunehmen", vermutet Schramm. Schon deswegen hofft der Vorstand, dass die Stadt die soziale Bedeutung der Tafel erkennt und dem Verein hilft.

Jürgen Bromme sieht erste Anzeichen: "Die Kommunalen Immobilien bewerten das Gebäude neu." Damit verknüpft sich die Hoffnung, dass der Erbpachtzins sinkt. Keine Probleme hat der Verein mit der Vermarktung der Gewerbeflächen in den nicht selbst genutzten Teilen des Gebäudes. "Die sind alle vermietet. Die Rückzahlung des Kredites an die Bank ist gesichert, wenn sich die Sache mit den 300 000 Euro Fördermitteln klärt", so Schramm.

Die soziale Arbeit des Vereins soll unter diesen Problemen nicht leiden. Am 1. Dezember lud das Tafelhaus mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung 29 Kinder in den Theaterbus nach Burgau ein zur Vorstellung "Die Konferenz der Tiere". Die Kinderweihnachtsfeier am 13. Dezember unterstützt der Lions Club, Schüler der Lobdeburgschule, zwei Fitnesscenter und eine Fleischerei. Der Kulturverein MIG sorgt für das Programm. "Dank der Lions-Spende erhalten alle Kinder Gutscheine zum Kauf von Winterbekleidung nach eigener Wahl", sagt Schramm.

 

Quelle: OTZ

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Montag - Freitag
09.30 bis 12.00 Uhr
13.00 bis 15.00 Uhr

der Tafelstube:
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08.00 bis 14.00 Uhr
Dienstag - Freitag
08.00 bis 16.00 Uhr

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